Reformpädagogik, was ist das eigentlich?


Der Begriff "Reformpädagogik" ist alt und hat seinen Ursprung in der Wende des 20. Jahrhunderts. Grundsätzlich heißt das erst einmal - dass die bis dahin gelebte Pädagogik - neu gedacht und neu entwickelt wurde. "Neu" - hieß in dem Falle vor allem - dass man das Kind und seine individuellen Bedürfnisse wahrnimmt und natürlich in seiner Entwicklung begleitet. Reformpädagigische Konzepte gibt es mittlerweile sehr viele, die Meisten haben sich in die allgemein gelebte Pädagogik eingegliedert oder werden heutzutage ganz selbstverständlich von Familien und Pädagogen genutzt. Das Kind wird wird von den Erwachsenen bewusst wahr genommen. Es darf sich frei entfalten, eigene Entscheidungen treffen und sich nach seinen Fähigkeiten und Interessen entwickeln. Für die Meisten von uns klingt das nach einem selbstverständlichen Umgang mit unseren kleinen Erdenbürgern - leider ist der Prozess zu einem Umgang mit Kindern auf Augenhöhe noch immer in der Reform. Reformpädagogische Konzepte die den Meisten schon einmal im Alltag begegnet sind- sind  beispielsweise die Lehre von Maria Montessori, die Pädadogik von Rudolf Steiner, auch als Waldorfpädagogik geläufig und die Freinet - Pädagogik die Celestin Freinet und seine Frau Elise etablierten. ( Artikel dazu sind noch im Entstehen). Grundsätzlich wird in all diesen Konzepten das Kind als Individuum wahrgenommen und ganzheitlich in seinem Entwicklungsprozess begleitet. Oft wird kritisiert, dass reformpädagogische Konzepte die Kinder in einem geschützten Raum aufwachsen lassen, der mit der Realität des Erwachsenenlebens nicht viel gemeinsam hat. Eine meiner Lieblingsautorinnen, hat dazu etwas Wundervolles gesagt:

... wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann.

Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann.

Astrid Lindgren

Literaturempfehlung

in der Chancen und kritische Aspekte von Reformpädagogik beleuchtet werden: Heiner Barz - Reformpädagogik - erschienen im Beltz Verlag

Foto: c . Wobbel.eu Dies ist kein wissenschaftlicher Artikel


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